© BAP Stray Stories Media I.K.E.
📹 Wichtig: Mit deiner geschätzten Unterstützung oder einer monatlichen Patenschaft ermöglichst du neben Futter und Notfallmedizin auch die filmische Dokumentation (Video & Stories) der Straßentiere, um ihr Schicksal sichtbar zu machen.
Aufklärung, Prävention und medizinische Fürsorge für Straßentiere in Griechenland
Straßenhunde und Straßenkatzen sind in Griechenland zahlreichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Dazu gehören Flöhe, Zecken, Milben, Mücken und Sandmücken, aber auch verschiedene innere Parasiten und Infektionskrankheiten.
Viele dieser Erkrankungen können lange unbemerkt bleiben. Manche Tiere zeigen zunächst kaum Symptome, obwohl sich bereits Organe oder das Blutbild verändern. Andere werden erst dann auffällig, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist.
Deshalb ist eine regelmäßige Vorsorge besonders wichtig. Dazu gehören ein zuverlässiger Schutz vor äußeren Parasiten, die Kontrolle auf innere Parasiten, regelmäßige tierärztliche Untersuchungen und – je nach Risiko – gezielte Tests auf Mittelmeerkrankheiten.
Gerade bei Straßenhunden ist das eine große Herausforderung. Viele Tiere leben dauerhaft im Freien, haben engen Kontakt zu anderen Hunden und sind Zecken, Mücken und Sandmücken nahezu ganzjährig ausgesetzt.
Flöhe, Zecken, Sandmücken und Stechmücken können nicht nur Hautprobleme und starken Juckreiz verursachen. Sie können auch Krankheitserreger übertragen, die für Hunde und Katzen schwerwiegende Folgen haben können.
Für den Schutz stehen unterschiedliche Präparate zur Verfügung, beispielsweise:
Wichtig ist: Nicht jedes Mittel schützt gegen jeden Parasiten. Ein Präparat gegen Flöhe und Zecken bietet nicht automatisch auch Schutz vor Sandmücken oder Stechmücken. Auch die Wirkdauer ist unterschiedlich und muss berücksichtigt werden.
Besonders wichtig ist außerdem, dass Präparate für Hunde nicht grundsätzlich für Katzen geeignet sind. Manche Wirkstoffe, die bei Hunden eingesetzt werden, können für Katzen hochgiftig sein.
Welche Präparate geeignet sind, wie häufig sie angewendet werden müssen und ob sie miteinander kombiniert werden dürfen, muss deshalb immer tierärztlich abgeklärt werden.
Detaillierte Informationen zu Übertragung, Anzeichen und Vorsorge
Die Leishmaniose gehört zu den bedeutendsten Infektionskrankheiten bei Hunden im Mittelmeerraum. Übertragen wird der Erreger durch den Stich infizierter Sandmücken.
Die Erkrankung kann verschiedene Organe betreffen und sich sehr unterschiedlich äußern. Manche Hunde zeigen zunächst nur leichte Veränderungen, während andere schwer erkranken.
Mögliche Anzeichen sind:
Besonders problematisch ist, dass die Erkrankung lange unauffällig bleiben kann. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen wichtig.
Vorbeugung und Untersuchung:
Ein möglichst zuverlässiger Schutz vor Sandmücken ist besonders wichtig. Dafür kommen bestimmte repellierende Halsbänder oder Spot-on-Präparate infrage. Nicht jedes Floh- und Zeckenmittel schützt auch vor Sandmücken.
Zusätzlich sollten Hunde mit entsprechendem Risiko regelmäßig auf Leishmaniose untersucht werden. Bei auffälligen oder positiven Befunden können weitere Blut- und Urinuntersuchungen notwendig sein.
Eine wichtige ergänzende Untersuchung ist die Eiweißelektrophorese. Sie kann Veränderungen der Eiweißverteilung im Blut sichtbar machen und bei der Beurteilung und Verlaufskontrolle einer Leishmaniose helfen. Sie ersetzt jedoch keinen Erregernachweis und muss immer zusammen mit weiteren Laborwerten beurteilt werden.
Auch Katzen können sich infizieren, eine klinisch erkennbare Leishmaniose ist bei ihnen jedoch deutlich seltener als bei Hunden.
Die Ehrlichiose wird durch Bakterien verursacht, die durch den Stich infizierter Zecken übertragen werden können. Im Mittelmeerraum spielt insbesondere die Braune Hundezecke eine wichtige Rolle.
Die Erreger befallen bestimmte Blutzellen und können das Immunsystem sowie die Blutbildung beeinträchtigen.
Mögliche Symptome sind:
Bei manchen Hunden verläuft die Erkrankung zunächst unauffällig. Sie kann aber auch chronisch werden und langfristig zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.
Vorbeugung und Untersuchung:
Ein konsequenter Zeckenschutz ist besonders wichtig. Da Zecken nicht immer sofort entdeckt werden, sollte das Fell regelmäßig kontrolliert werden. Bei Verdacht oder entsprechendem Infektionsrisiko können Blutuntersuchungen und gezielte Erregerdiagnostik notwendig sein.
Herzwürmer werden durch infizierte Stechmücken übertragen. Die Larven entwickeln sich im Körper des Tieres weiter und können schließlich die Blutgefäße der Lunge und das Herz erreichen. Die Erkrankung kann im fortgeschrittenen Stadium lebensbedrohlich werden.
Mögliche Symptome: Husten, schnelle Erschöpfung, Atemnot, verminderte Belastbarkeit, Gewichtsverlust, Kreislaufprobleme sowie Herz- und Lungenschäden.
Vorbeugung und Untersuchung: Der Schutz vor Stechmücken und die tierärztlich abgestimmte Vorbeugung gegen die Larvenentwicklung sind unverzichtbar. Mittels spezieller Antigentests und Mikrofilarien-Untersuchungen im Blut kann ein Befall festgestellt werden.
Die Babesiose wird durch einzellige Parasiten verursacht, die rote Blutkörperchen befallen und zerstören. Dies führt zu einer oft schnell fortschreitenden Blutarmut.
Symptome: Hohes Fieber, starke Schwäche, blasse oder gelbliche Schleimhäute, dunkler/rötlicher Urin, Gelbsucht und Organschäden.
Vorbeugung: Lückenloser Zeckenschutz und sofortige tierärztliche Intervention bei ersten Verdachtsmomenten.
Borreliose wird durch Bakterien übertragen. Mögliche Symptome bei Hunden sind Fieber, Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen und wechselnde Lahmheiten.
Wichtig: Ein positiver Antikörpertest allein beweist noch keine klinische Erkrankung. Die Beurteilung muss immer im Kontext der Gesamtsymptome durch den Tierarzt erfolgen.
Innere Parasiten belasten Straßenhunde und -katzen stark, da sie ständig mit verunreinigtem Boden, Kot und Beutetieren in Kontakt kommen.
Häufige Arten:
Regelmäßige Entwurmungen und Kotuntersuchungen sind für das Überleben von Straßentieren essenziell.
Räude wird durch mikroskopisch kleine Milben verursacht, die sich in oder auf der Haut einnisten. Typisch sind quälender Juckreiz, großflächiger Haarausfall, offene Krusten und bakterielle Sekundärinfektionen.
Eine zielgerichtete Behandlung stoppt die Übertragung auf andere Tiere und bringt rasche Linderung.
Ein Leben für die Straßentiere – mit Herz, Verstand und vollem persönlichen Einsatz.
Hallo, ich bin Björn Alexander Peter. Wenn du mich heute auf den Straßen Griechenlands triffst, dann meistens mitten im Geschehen. Das, was du hier auf BAP Stray Stories siehst, ist kein spontanes Projekt und kein Hobby. Es ist das Ergebnis einer Lebensentscheidung, die ich vor vielen Jahren getroffen habe, und die konsequente Fortführung eines Weges, auf dem ich über lange Zeit wertvolle Erfahrungen im organisierten Tierschutz sammeln durfte.
Mein Weg begann nicht erst auf den Straßen im Süden, sondern mit jahrelanger Arbeit im Hintergrund. Über viele Jahre hinweg war ich im Vorstand eines Tierschutzvereins in Deutschland aktiv und habe dort die Fäden mit in der Hand gehalten.
Aus dieser intensiven Vereinsarbeit heraus ist viel entstanden: Im Team haben wir damals zwei komplette Tierheime mit aufgebaut – wichtige Zufluchtsorte für Tiere in Not. Eines dieser Tierheime habe ich anschließend drei Jahre lang eigenständig vor Ort geleitet und geführt. Ich kenne daher jede Facette des Tierschutzes, vom Vereinsmanagement bis hin zur täglichen, praktischen Leitung einer großen Station.
Nach all dieser Zeit entschied ich mich, meinen Weg alleine weiterzugehen – ungefiltert, beweglich und eigenverantwortlich genau dort anzupacken, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird.
Heute bin ich unabhängig und als Privatperson autark unterwegs. Ich konzentriere mich auf die direkte Hilfe vor Ort und arbeite eng mit dem offiziellen System der griechischen Gemeinden zusammen:
Wenn ich heute die Kamera mitnehme, dann nur, um dir diese unbeschönigte Realität zu zeigen. Ich möchte den Tieren eine Stimme geben und dich mitnehmen an die Orte, an denen Hilfe am bittersten nötig ist.
Übersicht aller registrierten Tierärzte und Kleintierpraxen in Katerini und Umgebung
Wähle zwischen einer flexiblen Unterstützung oder einer dauerhaften Patenschaft für ein Straßentier.
Vielleicht hast du bereits einen Teil meiner Tierschutzarbeit kennengelernt, ein Tier auf seinem Weg in ein neues Leben begleitet oder mich durch deine Unterstützung gestärkt.
Heute kümmere ich mich täglich um Straßentiere in Griechenland. Dazu gehören die Versorgung von Hunden und Katzen, medizinische Betreuung, die Organisation von Futter- und Wasserstellen sowie die Unterstützung von Tieren, die besonders auf Hilfe angewiesen sind.
Deine Rezension gibt anderen Menschen einen persönlichen Einblick in meine Arbeit. Teile deine Erfahrungen und hilf dabei, Vertrauen und Aufmerksamkeit für den Tierschutz zu schaffen.